Die Ordnung der Dinge II: Delirium

Im Teil II meiner lichtbildnerischen Reflexionen zur  Ordnung der Dinge geht es um Objekte an der Schwelle zwischen tot und lebendig. Dabei kommt es mir insbesondere auf die Dialektik von Animation und Reanimation an (ohne, dass hier das menschennahe Vampirthema eine Rolle spielen soll). Ich will zeigen, dass vermeintlich ‚tote‘ Objekte sehr schnell eine gewisse Lebendigkeit zu zeigen vermögen – und dass es eine Abfolge dieser beiden Zustände geben kann, ohne immer sagen zu können, welcher Zustand der primäre ist. Unter der Überschrift ‚Delirium‘ steht dies alles, weil außergewöhnliche Bewusstseinszustände sehr hilfreich dabei sein können, einen solcherart verwandelten Blick auf vermeintlich simple Alltagsobjekte zu erlangen. In gewisser Weise handelt es sich um eine substanzinduzierte Wiederverzauberung der Welt (Buchtipp zum Thema: Morris Berman Die Wiederverzauberung der Welt. Am Ende des Newton’schen Zeitalters„. München: Dianus-Trikont 1983).

Ein hübscher, zum Eingangsbild passender Querverweis auf die Welt der Magie: Die Hexenflasche.

 

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Zellteilung (oder „Zygote: Mensch-Alien-Hybride“)

 

Pilzgeflecht

Pilzgeflecht

 

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Lebendiger Mechanismus

 

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Lebenslänglich

 

Bild oben: Im Delirium

Musikempfehlung zu den Bildern von Natja von O.:

Tom Waits: The Piano Has Been Drinking