Zoom In – Teilakte II

Kritischer Gastkommentar von Milan von Ostfalen

Ist das die neueste Mode in der Körperfotografie: das Anti-Panorama? Ganz neu scheint mir das nicht. Insbesondere aber vermisse ich die surrealistische Note. Bei einigen Ausschnitten klingt das an – insbesondere dann, wenn man einen zweiten oder dritten Blick benötigt, um überhaupt zu sehen, welcher Teil der Körpers hier abgebildet ist. Dann geht das Foto wenigstens in die Richtung, die Bernhard Giesen vor Jahren vorgeschlagen hatte: Bilder als „Rätsel, die nicht gelöst werden können“. (Wenn ich mich nicht irre, hattest Du Dich ja auf der Frontseite Deiner alten Homepage ausdrücklich auf sein Diktum bezogen.) In den meisten Fällen aber löst hier der Blick alles viel zu schnell auf. Ich denke, die Bildausschnitte sind noch viel zu groß. Dass sie es sind, könnte mit dem Grundproblem der meisten Digitalfotografien zusammenhängen: eine, verglichen mit dem analogen Foto, immer noch zu kleine Auflösung, die der Vergrößerung schnell Grenzen setzt. Ich weiß aber nicht, ob es wirklich so schlimm ist, eine Verschleifung oder Verpixelung in Kauf zu nehmen. Mein Rat wäre, sie als zusätzliches Element der Stilisierung und Verfremdung einzusetzen. Vielleicht beim 3.  Teil von „Zoom-In“?

 

Wässrige_Rekonstruktion2

Wässrige Re-Konstruktion

 

Mit_Haut_und_Haar

Mit Haut und Haar

 

Gut_Vernetzt_2

Gut Vernetzt 2

 

Gut-Vernetzt_3

Gut Vernetzt 3

 

Durch_die_Blume_gesagt

Durch die Blume gesagt

Bild oben: Karrierte Gefühlage

 

[Den Musiktipp trage ich nach.]