Derrière le grand filtre

Kürzlich hatte ich an dieser Stelle ein Album der französischen Musikerin und Graphikerin Françoiz Breut vorgestellt. Auf einem anderen ihrer Alben (Vingt a trente mille jours aus dem Jahre 2000) bin ich jetzt auf ein wunderbares Lied mit dem ebenso wunderbaren Titel Derrière le grand filtre gestoßen. Sie meint dort zwar etwa anderes (das Stück ist hier nachzuhören), aber mich hat es an die Macht der großen Filter in der Digitalkunst erinnert. In Programmen wie Adobe Photoshop werden ‚Filter’ ja jene Algorithmen genannt, die ein Bild in ein anderes verwandeln, die Farbe oder die Helligkeit ändern, Bildpunkte verschieben, miteinander verrechnen oder gleich mehrere dieser Operationen nach bestimmten Parametern nacheinander durchführen. Und je mehr dieser ‚Filter’ man auf ein Bild anwendet, desto stärker unterscheidet sich das Endergebnis vom Ausgangsfoto. Für diesen Blogbeitrag habe ich einige Bilder aus den letzten Jahren ausgewählt, bei denen ich besonders viele Filter auf das Ausgangsbild angewendet hatte. Ich nenne dies, im Anschluss an den bemerkenswerten Song von Françoiz Breut den Großen Filter. Und was dahinter liegt, lässt oftmals nur noch erahnen, was vorher auf dem Bild zu sehen war. Dieser Prozess erzeugt jene Rätselhaftigkeit, die nicht nur ich so sehr an Digitalfotografien liebe. Also einfach mal herumphantasieren, was die folgenden Bilder ursprünglich gezeigt hatten – also was vor dem Großen Filter lag.

 

Gehenna

Gehenna

 

Transformative_Verschmelzung_15

Transformative Verschmelzung No. 15

 

Techno-Trance

Techno-Trance

 

Baphomet2

Baphomet 2

 

Roy_Black

Fehlerhafte Erinnerung an Roy Black (oder PTSB)

 

Bild oben: Carla im roten Licht