Über Kytom L.

Analog fotografiert habe ich fast mein ganzes Leben lang. Nicht immer war ich glücklich damit – inbesondere die Arbeit mit gifitgen Chemikalien in der Dunkelkammer habe ich gehaßt. Alles änderte sich für mich Mitte der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als die ersten (bezahlbaren) Digitalkameras auf den Markt kamen. Seit 1997 habe ich nur noch digital fotografiert und auch begonnen die Bilder unmittelbar am Rechner zu bearbeiten. Dabei ist es bis heute geblieben. Meine Sujets waren und sind ganz verschiedene – im Mittelpunkt stand und steht aber die Abbildung und fotografische ‚Neuformung‘ des menschlichen Körpers.

Die Perspektive ist dabei ’surtuell‘ – ein von mir in die Diskussion eingebrachtes Kunstwort, dass die Verschmelzung von surrealistischer Tradition und virtueller Moderne zum Ausdruck bringen soll.

Eine Zeit lang war ich in der internationalen Netzkunst-Bewegung aktiv: webism movement. Dies hatte zu Beginn des Jahrhunderts auch das Interesse einiger Netzwerkforscher geweckt. Siehe etwa die Beiträge „Die Wiederverzauberung der Welt“ von Stephan Moebius und „Webism Movement“ von Michael Schetsche – beide zu finden im Buch: Die Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel des Wissens aus dem Jahre 2005. In dieser Zeit sind auch einige Netzkunstprojekte entstanden – einige solitäre, aber auch Kooperationsprojekte:

  • das Rohrzangenprojekt, das es als Beispiel für kollaboratisches Kunstschaffen bis in ein Schulbuch geschafft hat;
  • die Farben des Netzes, ein Projekt, mit den Möglichkeiten und Beschränkungen der frühen Google-Bildersuche spielte;
  • oder auch das wissenschaftlich-künstlerische Netzprojekt zum Thema Ueberflaechen (um nur einige zu nennen).

Die Zeiten dieser Netzkunst-Kooperationen sind vorbei – der Digitalkunst bin ich jedoch treu geblieben. Älter Arbeit von mir finden sich auf meiner (nicht mehr ganz frischen) Homepage: www.kytoml.de. Aktuelle Arbeiten werden in Zukunft hier zu sehen sein.

KL-der_Absintheur